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Monday, May 22, 2006

Die Rolle des Äußeren bei der Partnersuche

Bei unserer Vermittlung berücksichtigen für Faktoren des Aussehens nur sehr begrenzt. Innhalb des Bereiches der durch die Teilnehmenden benannten Einschluss- und Ausschlusskriterien suchen wir vielmehr nach Personen, die primär aufgrund psychologischer Merkmale zueinander passen. Eine explizite Vermittlung nach subjektiver Attraktivitätseinschätzung oder Merkmalen, wie z.B. Muskulösität, Haar- oder Augenfarbe, Körperbehaarung, Größe etc. findet bei uns nicht statt. Ist dies richtig oder reduziert es nicht vielmehr die Zufriedenheit mit den von uns offerierten Vorschlägen? Diese Frage haben wir uns mehrfach gestellt und uns schließlich dann doch für unsere jetzige Vorgehensweise entschieden.


Was sind die Gründe hierfür?


(1) Attraktivität lässt sich in der Selbstbeschreibung nur ungenau erfassen und muss nicht mit der Fremdeinschätzung durch andere Teilnehmer korrespondieren.


(2) Merkmale wie Augen- und Haarfarbe erachten wir als letztlich für eine Partnersuche nicht wirklich aussagefähig. Aufgrund derartiger Merkmale wollen wir den Suchbereich nicht unnötig eingrenzen. Tatsächlich können sich die meisten Perosnen, die vielleicht eine Vorliebe für z.B. braune Augen habe, bei guter sonstiger Passung auch eine Partnerschaft mit einer sagen wir mal blauäugigen Person vorstellen.


(3) Die äußere Attraktivität ergibt sich aus dem Gesamteindruck. Letztlich müssen die Teilnehmenden selbst entscheiden, ob sie diese äußere Attraktivität als als bei einem spezifischen Vorschlag gewährleistet betrachten und welches Gewicht sie ihr zusprechen wollen.


(4) Wir blenden Merkmale des Aussehens nicht aus, sondern berücksichtigen sie lediglich nur sehr eingegrenzt bei unseren expliziten Vermittlungsvorschlägen. Wir überlassen dies unseren Teilnehmenden, die die ihnen zugeleiteten Vorschläge mehr oder weniger stark sicherlich auch nach Faktoren des Aussehens bewerten werden.


(5) Partnervermittlung ist ein langfristiger Prozess. Im Rahmen dieses langfristigen Prozesses ist es das Ziel, dass unsere Teilnehmenden schließlich Partnervorschläge erhalten werden, die sowohl im Hinblick auf die von uns berücksichtigten Lebensstilmerkmale als auch im Hinblick auf die Attraktivitätsvorstellungen des Teilnehmenden passend sind und die Basis für eine sich entwickelnde Beziehung darstellen.

Sunday, May 21, 2006

Mangelnde Ähnlichkeit als Trennungsgrund? Eine Teilnehmerin an unseren Online-Bögen fragte nach, ob das Fehlen von Ähnlichkeit in der Persönlichkeit mit ihrem Partner für eine Trennung sprechen würde? Auf nochmalige Nachfrage durch uns ergab sich, dass die Partnerschaft tatsächlich seit Längerem konfliktär ist, u.a. auch deshalb, weil grundsätzliche Differenzen im Hinblick auf die Lebens- und Beziehungsgestaltung bestehen. Insofern ist der Befund starker Diskrepanzen im Persönlichkeitsprofil also durchaus konsistent mit der Partnerschaftsrealität. Trotzdem würden wir nicht so weit gehen, quasi nicht nur eine Partnervermittlung, sondern auch noch eine Trennungsförderung zu betreiben! Bei der Vermittlung wollen wir natürlich sicherstellen, dass derartige Diskrepanzen gar nicht erst auftreten und so künftige Konflikte vermieden werden können. Wenn aber bereits eine Partnerschaft besteht, folgt aus den vorliegenden Diskrepanzen keineswegs, auch wenn die Beziehung konfliktär ist, eine psychologisch begründete Empfehlung zur Trennung. Vielmehr stellt sich in diesem Fall zunächst die Frage, ob sich nicht brachliegende Gemeinsamkeiten erschließen und bestehende Unterschiede integrieren lassen: So weisen im konkreten Fall beide Partner persönlichkeitsstrukturell eine hohe Offenheit für Werte und im Bereich der gesellschaftlichen Einstellungen ein hohes politisches Interesse mit ausgeprägtem Umwelt- und Sozialbezug auf. Es fragt sich, ob, trotz der starken sonstigen Differenzen, sich dies nicht nutzen lassen sollte, um über gemeinsames politisches Engagement erneut zueinander zu finden. Interessanterweise ergab sich, dass sich das Paar tatsächlich vor etlichen Jahren im Kontext politischer Aktivitäten kennenlernte, dann aber mit den Jahren die gemeinsamen politischen Aktivitäten einstellte und im sonstigen Leben nicht mehr zueinander fand. Beiden leuchtete unmittelbar die Möglichkeit ein, statt künftig weiter aneinander vorbeizuleben, vielleicht diesen brachliegenden Bereich an Gemeinsamkeit erneut zu erschließen. Zusätzlich stellte sich im konkreten Fall die Integrationsfrage bestehender Unterschiede: Während die Anfragende eine hohe Gewissenhaftigkeit mit insbesondere einer hohen Ordnungsfacette aufweist, ist bei ihrem Partner das Gegenteil der Fall. Ständig führt dies zu Auseinandersetzungen. Dabei ergab sich auf Nachfrage, dass beide zusammenleben, aber keine Zimmertrennung besteht. Eben dies ist aber in Anbetracht der bestehenden Ordnungsunterschiede problematisch. Wenn man in bestimmten Aspekten nicht zueinander findet, ist manchmal eine partielle Ausgliederung dieser Aspekte durch eine räumliche Trennung sinnvoll. Im konkreten Fall könnte die Situation sich entspannen, wenn beide zunächst das Bestehen der Diskrepanz als solcher akzeptieren, dann sich für eine konsequente Zimmertrennung entscheiden und bezüglich der gemeinsamen Räume einen Kompromiss ausarbeiten, der in der Mitte zwischen beiden Ordnungsvorstellungen liegt. So sollte es möglich sein, die bestehende Diskrepanz, die ein ständiges Ärgernis zwischen beiden ist, konstruktiv zu integrieren, ohne sie zu leugnen oder (unrealistischerweise) versuchen zu wollen, sie gänzlich zu überwinden. Es ergibt sich zusammengefasst: (1) Bei der Partnervermittlung ist es sinnvoll, Diskrepanzen in grundlegenden Merkmalen des Lebensstiles so weit als möglich zu minimieren. (2) Liegen aber Lebensstildiskrepanzen in bereits bestehenden Partnerschaften vor, sind diese nicht notwendigerweise ein Trennungsgrund. (3) Auch wenn es nicht immer leicht sind, lassen sich bestehende Diskrepanzen bei gegenseitiger Bereitschaft oftmals integrieren und zudem in aller Regel brachliegende Übereinstimmungen erschließen. (4) Es ist meistens sinnvoller, ökonomischer und oftmals schmerzloser, zunächst ernsthaft zu versuchen, Beziehungskrisen konstruktiv zu bewältigen, anstatt sich vorschnell für eine Trennung zu entscheiden und sich dadurch möglicherweise in die nächste Krise zu stürzen.

Friday, May 19, 2006

Abergläubisches Verhalten

Heute erreichte uns eine Mail, in der eine Teilnehmerin an dem von uns angebotenen Persönlichkeitsfragebogen darauf hinwies, dass sie seither Spam erhalte und hier einen Zusammenhang sehe. Wir konnten ihr guten Gewissens antworten, dass Ihre E-Mail-Adresse ausschließlich für die Rückmeldung Ihrer Ergebnisse bei uns gespeichert ist. Natürlich tue es uns leid, dass sie Spam erhalte, ein Zusammenhang zu uns bestehe aber sicherlich nicht. Wir vergaßen, ihr noch zu schreiben, dass wir einen Datenschutzbeauftragten haben, der mit Argusaugen wacht!

Das Ganze erinnert an ein bekanntes Experiment des amerikanischen Psychologen Skinner:

Tauben, die per Zufall in kurzer Folge Futter als Verstärkung erhielten, begannen, seltsame Verhaltensweisen und ungewöhnliche Bewegungen zu zeigen. Skinner titulierte dies als abergläubisches Verhalten: Die zufällige Futtergabe traf auf in diesem Moment vorhandene idiosynkratische Bewegungsmuster, die dadurch unmittelbar verstärkt wurden (und damit in ihrer Auftretenswahrscheinlichkeit anstiegen.) Da Futtergabe in kurzen Abständen erfolgte, kam es des öfteren vor, dass die Bewegungen über mehrere Futtergaben anhielten. Dadurch erwarben die Tauben nun offenbar den festen, wenn auch irrtümlichen Glauben (das Wort hätte Skinner freilich nie gebraucht), dass ihre seltsamen Bewegungen zur Futtergabe führen, weshalb sie sie fortsetzten (und sie entsprechend weiter verstärkt und dadurch verfestigt wurden).

Offenbar passierte unserer Briefeschreiberin unglücklicherweise etwas ganz Ähnliches, nur nicht mit positiven, sondern mit negativen Reizen:

Nachdem sie an unserer Online-Befragung teilgenommen hatte, erhielt sie Spam-Mails. Unmittelbar assoziierte sie in irrtümlicher Art und Weise, dass beides miteinander zusammenhänge. Sie zeigte also, wie schon die Tauben in Skinners Experiment, abergläubisches Verhalten.

Zu hoffen ist, dass unsere Antwortmail diesem Spuk nun ein Ende bereitet hat. Andernfalls würde sich erneut zeigen, was auch schon der Psychologe Skinner wusste, nämlich dass abergläubisches Verhalten erstaunlich löschungsresistent ist:)

Thursday, May 18, 2006

Warum sind wir die erste Freundschaftsagentur?

Eigentlich ist es erstaunlich, es gibt unzählige, mehr oder weniger gute Seiten zur Partnersuche, aber ein systematisches Konzept zur Freundschaftssuche (außer über einfache Anzeigen) fehlt. Dabei zeigen Untersuchungen, dass Freundschaften eine große Bedeutung für die Lebenszufriedenheit und emotionale Stabilität haben. Im Alltag und besonders in kritischen Momenten ist das Ausmaß an erhaltener sozialer Unterstützung entscheidend, ob es uns gelingt, Erfordernisse zu bewältigen und ein hohes subjektives Wohlbefunden zu entwickeln. Gleichzeitig zeigen Untersuchungen, dass nicht wenige kaum oder in nur unzureichendem Ausmaß über Freundschaften verfügen. Wer hätte gedacht, dass wir da mit unserem psychologisch fundierten Konzept zur Vermittlung von Freundschaften eine Marktlücke erschließen?!

Wednesday, May 17, 2006

Dauerservice: Online-Fragebögen zur Persönlichkeit und Anderem

Wir werden, die derzeit auf unserer Hompage nutzbaren Online-Fragebögen zur Persönlichkeit ( siehe: www.gleichklang.de ) dauerhaft anbieten.

Damit besteht für jeden die Möglichkeit, unmittelbar etwas über seine Persönlichkeitsstruktur, aber auch seine Einstellungs- und Interessensstruktur sowie seine individuellen Modelle von Freundschaft und Partnerschaft zu erfahren. Ebenfalls wird der Belastungsgrad durch kritische Lebensereignisse differenziert in unterschiedlichen Dimensionen erhoben und rückgemeldet.

Die Nutzung der Bögen und der Erhalt der als pdf-Datei speicherbaren und ausdruckbaren Rückmeldungen ist kostenlos.

Die Profilrückmeldung ist grafisch und textbasiert.

Es besteht die Möglichkeit, Profile zwischen Partnern bzw. Freunden zu vergleichen, dadurch Übereinstimmungen und Diskrepanzen besser erkennen und berücksichtigen zu können.

Die Daten werden von uns kontinuierlich ausgewertet und dadurch unserer Annahmen zu den Fragebögen und ihrem Messbereich fortlaufend validiert. Die Ergebnisse werden wir in unregelmäßigen Abständen veröffentlichen.

Wir hoffen natürlich, dass dieser Service die Attraktivität unserer Webseite deutlich steigern und zu zahlreichen Weiterempfehlungen führen wird :)